Amelie in Neuseeland!!!
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2. Woche um...

Hallihallo,

 heute vor genau zwei Wochen bin ich hier angekommen.

Jetzt gerade sitze ich zwischen Kartons, da am Dienstag nämlich endlich der meineküken’sche (ihr wisst was ich meine) Container angekommen ist. Also steht hier momentan alles voll mit ihren Habseeligkeiten und ständig hört man ein „Oh“, „Ah“ oder „Ach wie schön“ und einer zieht strahlend etwas aus den Kartons und hält es in die Luft. Manchmal hört man allerdings auch „Oh man, nicht noch ein Küchensieb. Davon haben wir jetzt 6 Stück“. Ich amüsiere mich prächtig! Das Ganze gleicht etwas dem Auspacken von Geschenken, weil so einige Überraschungen und vergessene Sachen dabei sind.

Mein persönlicher Container ist heute auch angekommen. Und zwar wurde mir ein Paket hinterher geschickt, mit ein paar Sachen, die gewichtsmäßig nicht mehr in meine Koffer gepasst haben. Der Paketmensch lies mir durch Norbert „Happy Christmas“ ausrichten. Sehr lustig, denn so war es auch. Obwohl ich ja noch nicht lange weg bin, habe ich mich sehr über meine Sachen gefreut. Pakete zu bekommen ist sooooo toll (ihr versteht die Nachricht durch die Blume, ).

Gestern hatte ich meine ersten zwei Probestunden bei einer Tanzschule in Whangaparaoa. Das ist von Stillwater, wo ich ja momentan lebe, etwa eine halbe Stunde entfernt. Ich habe mir also einen Bus rausgesucht, der mich dahin bringen sollte. Norbert hat mich dann zur Haltestelle (ein Pfeiler mit einem mini Schild und einem Aufkleber, hier auf dem Land ist nix mit Fahrplänen oder so was, nenene) gebracht und mit mir gewartet. Es kam ein Bus, der aber eigentlich nicht meiner war. Aber es schien uns nicht so als würde noch ein anderer Bus kommen. Also sind wir hingerannt (wir standen nämlich auch noch an der falschen Haltestelle, sorry, am falschen Pfeiler) und ich hab den Busfahrer gefragt, ob er zu meiner Haltestelle fährt. Er sagte, dass er da nicht hinfährt und hat mir auf meiner behelfsmäßigen selbst gemalten Karte gezeigt, dass er mich da irgendwo in der Nähe rausschmeißen könnte. Ich bin dann einfach mal im Bus geblieben und merkte schnell, dass hier keine Haltestellen angesagt werden. Also saß ich da und versuchte mich irgendwie zu orientieren, da ich den Weg in etwa kannte, weil Lavinia in der Nähe eine Kunststunde hat. Nur sind wir dann irgendwann in eine andere Straße abgebogen und ich habe von weitem gesehen, dass wir von meinem Zielort immer weiter weg fuhren. Das hat mir dann doch etwas Sorgen bereitet, aber ich blieb erstmal sitzen und dachte mir, wartest du mal ab. Das tat ich also und irgendwann sprang der Fahrer aus dem Bus und gab mir ein Zeichen. Ich also hinterher, raus aus dem Bus. Er erzählte mir, dass ich jetzt diese eine Straße lang gehen solle und dann wäre ich da, wo ich hin müsse. Das war so super freundlich. Und ich war total stolz auf mich, als ich dann nach einem strammen Fußmarsch auch wirklich an der Tanzschule angekommen war.

Ich werde mir in dieser Schule jetzt noch ein paar Stunden angucken und auch noch mal zu einer anderen Schule fahren. Es ist hier so, dass die meisten Schulen am Ende des dritten Terms eine Aufführung haben. Und diese Schule hat das nun auch, das heißt, dass sie alle ihre Tänze haben und die nur noch durchgehen und an ihnen schleifen. Für mich ist es also etwas schwer in die fertigen Choreos einzusteigen, aber ich habe mein Bestes gegeben. Und das auch noch alles auf Englisch. Meine Güte! Einmal fragte mich eine von den Tanzfrauen etwas und als ich antworten wollte, merkte ich, dass alle mir zuhörten. Horror! Aber da muss ich durch.

So langsam höre ich mich auch ganz gut in den Akzent rein und wenn ich nicht so daran denke Fehler zu machen, dann schnacke ich auch ein bisschen drauf los.

Letzten Sonntag waren wir ja bei der Tanzveranstaltung. Das war echt super! Eine tolle Show, tolle Talente, tolle Choreos, tolle Musiken, (größtenteils) tolle Ausdrücke und man war ganz nah dran, sodass man merkte wie aufgeregt die Tänzer waren. Außerdem liebe ich es wenn man das Tanzen hören kann. Am Anfang knackten und krachten die Gelenke und ich musste so lachen, weil das einfach typisch Tänzer ist.

Zwischendurch hatten sie immer kleine Intermezzi mit Stühlen und ich musste an unsere letzten Aufführungen denken, da wir ja auch solche Intermezzi, nur eben mit Koffern, hatten.

Morgens waren wir in einer Kirche hier in der Nähe. Leider sind wir gnadenlos zu spät gekommen, weil die Gottesdienstzeiten geändert wurden und wir nichts davon wussten. Also haben wir uns dann nur hinten rein geschlichen und sind pünktlich zur Kommunion da gewesen. Die Lieder sind wirklich sehr schön und lustigerweise gibt es keine Gesangsbücher. Alle Lieder und die meisten Gedichte werden mit einem Beamer an die Wand gestrahlt und so können dann alle mitsingen. Der Pfarrer hat vor dem Ende der Messe noch einen Witz gerissen. Echt super süß! Das hat mich sehr an Pfarrer Fischer erinnert, weil er nämlich auch einen schönen Sonntag wünschte und alle mit „Danke, gleichfalls“ antworteten. Insgesamt war es eine sehr freundliche Stimmung und alles war herzlich und warm. Nicht wie in vielen deutschen Kirchen, wo alle mit gesenktem Haupt sitzen und auf harten Holzbänken knien. Nein, hier strahlen die Leute dich an und die gute Laune springt über. Obwohl ich ja momentan gar nicht so der Kirchengänger bin, würde ich demnächst gerne noch mal eine ganze Messe mitbekommen.

Nach der Messe sind wir dann an den Strand gefahren. Das könnte zur Gewohnheit werden. Sonntags an den Strand. I love it. Diesmal bin ich alleine spazieren gegangen, da Amelia und die Mädels „Cross Country“ (ein Lauf über Stock und Stein, das machen die Kinder hier in der Schule) geübt haben. Es hat sich wirklich gelohnt, denn Lavinia hat den Wettbewerb bei den Mädchen gewonnen und fährt jetzt zu dem nächst höheren Wettbewerb. Ich würde mal sagen, well done!    

Heute Morgen habe ich meine erste Eidechse gesehen. Die gibt’s hier ganz oft, aber die sind ja harmlos und tun einem nichts. Also leben wir in friedvoller Nachbarschaft, solange sie draußen im Garten bleiben. Mal sehen, wann sich der erste in mein Zimmer traut.

Übrigens habe ich hier schon sehr sehr viele Regenbögen gesehen. Das ist einfach wunderschön. Und den Mond habe ich jetzt auch gesehen. Er ist hier ja anders als in Deutschland. Momentan haben wir Halbmond und er sieht aus wie ein „D“, das auf dem Bauch liegt. Ein ganz komischer und ungewohnter Anblick. Dazu kommt dann auch noch der andere Sternenhimmel, welcher hier super reich und irgendwie heller ist. Einfach toll!

 Im Radio spielen sie hier dauernd Lieder, die ich entweder von ganz früher vom Chor kenne oder welche, die wir mit dem Musikkurs gemacht haben. Vorhin kam „California Dreaming“ und ich sah unsere zahlreichen mehr oder weniger erfolgreichen Proben und unsere super Choreo vor mir und habe mich einfach nur schlapp gelacht. Sehr witzig das alles im Radio zu hören…

So, das soll es jetzt erstmal wieder gewesen sein. Ich höre jetzt auf, denn die Couch ist fertig bezogen und wir zwei müssen uns nach 10 Monaten Fernbeziehung endlich wieder vereinen. Ich liebe diese Couch einfach abgöttisch!

Also bis ganz bald, meine Lieben!

1000 Küsse und Umarmungen nach Bremen und an alle in der Welt verstreuten…

Achja:

Meine neue Adresse ist übrigens folgende, nur falls jemand mal statt einer tollen Mail einen schönen Brief schicken möchte. (Man muss den dann aber auch abschicken, Isa)

Amelie Harress
60 Stillwater Crescent
Auckland 0993
New Zealand

19.8.10 11:18
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


IsaA (20.8.10 02:46)
man musst du mich beim namen nennen? das war ausversehen^^
aber ich hatte dir sogar ne mail geschriebn...bis mein pc abgekackt st und sie wieder gelöscht hat und dann hatte ich keinen bock mehr sie nochmal zu schreiben^^
ich hab mich bei skype angemeldet ^^
und sonst.......möööp
hab dich lieb und so


Inge Hashagen (24.8.10 20:55)
Nabend liebe Amelie, ganz, ganz lieben Dank für Deinen langen Bericht!!!! Einfach irre, was Du schon in der kurzen Zeit erlebt hast. Du kannst ja sooo interessant schreiben !!! Man könnte immer so weiterlesen. Ich finde auch toll, daß Du schon so alleine durch die Gegend fährst und auch noch da ankommst, wo Du hinwillst. Ich bin mir ganz sicher, daß Du Dich für den richtigen Weg entscheiden wirst. Auch finde ich (und Mama erst recht) gut und beruhigend, daß Du dort in freundschaftlichen Händen bist. So braucht man sich hier nicht allzu große Sorgen zu machen. Bist dort ja sehr gut aufgehoben.
Deine Strandspaziergänge kann ich sehr gut nachempfinden. War ja 1992 für ein viertel Jahr beruflich in Florida. Da habe ich es auch immer genossen, wenn ich Feierabend hatte, den Strand zu erkunden. Etwas Schöneres gibt es kaum.
Habe gestern einen Artikel im W-Kurier gelesen. Man berichtete, daß 43 Wale in der Nähe der Stadt Karikari verendet sind. War total traurig. Hast Du davon was mitgekriegt und ist das in Deiner Nähe?
Wir hatten letzte Nacht Vollmond. Habe noch gedacht, wie er wohl bei Euch aussieht. Muß phantastisch sein!!!
Zu der Beschreibung mit den Regenbögen viel mir gleich das Lied "somewhere over the rainbow" ein. Kannst Du doch sicher supergut singen, oder ??? Naja, ist nicht ganz Deine Richtung, aber schön würde es schon klingen.
Drücke Dir die Daumen, damit Du es demnächst mal schaffst, den Gottesdienst von Anfang an zu besuchen. Als ich vor einigen Jahren in Kourou (beruflich) war, habe ich einen Eingeborenen-Gottesdienst besucht, den ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Einfach nur schön.
Nun wünsche ich Dir weiterhin schöne Erlebnisse, tolle Erfolge und eine wunderschöne Zeit in NZ. Fühle Dich herzlich in den Arm genommen und lieb gedrückt von Inge aus Borgfeld, die ganz oft in Gedanken bei Dir ist und Dir alles Gute wünscht.GOTT SCHÜTZE DICH !!!

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