Amelie in Neuseeland!!!
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Christchurch, Wellington und Roadtrip

Hallo ihr, es ist sooooooooooooooooooooo viel passiert. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll??!?!!?!?! Das letzte Mal schrieb ich vor meinem Trip nach Christchurch und Wellington. Also fange ich, glaube ich, am besten mal da an. Die Audition in Christchurch ist, nachdem ich mich auf dem Hinweg hoffnungslos verlaufen habe, ganz gut gelaufen. Wir hatten eine gemeinsame Tanzaudition, in der wir eine kurze Choreo gelernt haben und dann noch darstellerische Gruppenarbeit („schmelzt zu einem Wort zusammen“ und so weiter) gemacht haben. Danach hatte ich dann meine Gesangs- und Schauspielaudition. Ich hatte danach irgendwie das Gefühl, dass ich mehr gekonnt hätte, was ich etwas schade fand. Die Leute waren aber alle super nett und freundlich und ich habe mich wohl gefühlt. In den nächsten Tagen müsste ich eigentlich eine Rückmeldung von ihnen bekommen. Mal sehen, ich bin sehr gespannt. A propos wohl gefühlt: nicht ganz so wohl gefühlt habe ich mich bei den Erdbeben in Christchurch. Ich war ja in Canterbury, also dort, wo das große Erdbeben vor ca. einem Monat war. Es gibt noch regelmäßig Nachbeben und die habe ich deutlich zu spüren bekommen. Das ist wirklich ein ganz komisches Gefühl. Man will sich instinktiv irgendwo festhalten, zum Beispiel an einem Schrank oder ähnlichem, bis man dann realisiert, dass der ja auch wackelt. Ich muss sagen, dass ich mir Erbeben ganz andern vorgestellt habe. Bei mir hat es immer vor und zurück und danach nach rechts und links gewackelt. Ca. eine Minute lang. Und das auch relativ sanft. Am Samstagabend waren 3 starke Beben. Ich habe zwar gemerkt, dass die stärker waren, aber als ich am nächsten morgen erfahren habe, dass sie mit 5,6 auf der Richterskala gemessen wurden war ich doch etwas überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Beben so stark gewesen sind. Das ist schon ein echtes Phänomen, was man glaube ich erst nachvollziehen kann, wenn man eines gespürt hat. Ich bin doch echt froh, dass die Erde hier oben in Auckland nicht wackelt. Ich muss aber auch sagen, dass ich größeres Chaos und Zerstörung in Christchurch erwartet hatte. Man merkt eigentlich gar nicht viel davon, dass sie vor kurzem unter einem solchen Beben leiden mussten. Komisch ist der Anblick einer vollkommen intakten Straße und dann ist genau in der Mitte ein Haus total zerstört, während alles andere drumrum unbeschadet ist. Man sieht zwar ein paar aufgerissene und gesperrte Straßen, die meisten Kirchen sind abgesperrt und werden von Baugerüsten gestützt, einige Häuser sind beschädigt oder teilweise zusammengestürzt, aber ich hatte es mir wirklich viel schlimmer vorgestellt. Wahrscheinlich habe ich auch nicht das Schlimmste gesehen, weil ich nicht direkt im Epizentrumbereich war. Von Christchurch ging‘s dann für mich weiter nach Wellington, weil ich dort an einem Musicalworkshop teilgenommen habe. Das war wirklich eine wundervolle Zeit. Ich habe super viel gelernt und total tolle Leute getroffen. Zu dem habe ich während des Workshops meine Audition für die Schule in Wellington erledigt. Ich habe mich so wohl dort gefühlt und hoffe wirklich, dass ich eine Chance bekomme. Däumchen drücken!!! Ein anderes Highlight war natürlich, dass ich mich in Wellington mit Mareike getroffen habe. Wir hatten eine sehr lustige Zeit mit den anderen Backpackern, die wir in unserem Hostel getroffen haben. Man lernt in einem Hostel echt schnell Menschen kennen. Leider war ganz Wellington überschwemmt mit Deutschen, was einen nach einer Zeit wirklich nerven kann. Schließlich fliegt man nicht ans andere Ende der Welt um die eigenen Landsleute zu treffen. Abgesehen davon ist Wellington aber eine süße Stadt. Wir sind mit dem Cable Car in die bezaubernden Botanic Gardens gefahren, haben uns das Regierungsviertel angesehen und viel Zeit im Te Papa (ein großes Nationalmuseum in Wellington) verbracht. Außerdem haben wir durch Zufall das Heimattheater des Royal New Zealand Ballets (RNZB) gefunden. Hier läuft momentan eine Dokumentationsserie über das RNZB und es war echt lustig plötzlich an deren Drehplätzen zu stehen. Nach einer Woche Wellington haben wir uns dann mit dem Bus auf dem Weg nach Auckland gemacht. Die Busfahrt war so toll. Wir haben zwar viel geschlafen, aber sind immer zu den richtigen Zeiten aufgewacht, haben Fotos von der atemberaubenden Landschaft gemacht und sind wieder eingeschlafen. Ich war total beeindruckt, als ich einmal rechts aus dem Fenster schaute und Wüste sah und auf der linken Seite ein schneebedeckter Berg umgeben von satten grünem Wald zu sehen war. Von der Natur werde ich hier immer wieder umgehauen… Angekommen in Auckland, haben wir erstmal ein paar Tage gebraucht um uns von den ganzen Eindrücken zu erholen. In der Zeit sind wir mit den Meineküken in den Wendeholm National Park gegangen, wo ich mal wieder von der Natur begeistert war. Gerade ist man noch im tiefsten Wald und 10 Schritte später steht man an einem atemberaubenden Strand, den man durch Zufall gefunden hat. Das ist echt klasse! Am nächsten Tag waren wir in den Weiwera Hot Pools. Das ist eine Badeanlage gleich hier um die Ecke, in der die Pools mit Wasser aus der Weiwera Quelle gefüllt sind und ständig beheizt sind. Der kälteste Pool war 32° und der wärmste 48°; in den letzteren konnte man aber wirklich nicht reingehen. Wir haben einen ganzen Tag dort verbracht und es genossen nichts zu tun als zu entspannen. Als wir dann abends aus dem Wasser mussten, konnten wir kaum normal gehen, weil wir unsere Beine den ganzen Tag nicht benutzt hatten. Das war echt ein lustiges Gefühl! Vergangenen Donnerstag haben Mareike und ich uns dann auf unseren Roadtrip begeben. Wir haben ein super süßes kleines blaues Auto gemietet und haben uns in Richtung Norden aufgemacht. Die Natur war so atemberauben schön, dass wir immer nur „Wow“ sagen konnten und total überfordert waren, mit dem was wir sahen. Das mag sich für euch jetzt vielleicht etwas übertrieben anhörten, aber man kommt hier aus dem Staunen nicht mehr raus und das schon wenn man eine schnöde Straße lang fährt. Einfach unglaublich. Ich denke wir werden noch ein paar Tage brauchen um alle gesammelten Eindrücke zu verarbeiten und vor allem um zu realisieren, dass wir wirklich da waren. Wir haben echt super viel gesehen und ich weiß nicht wirklich wie ich das alles in einen kleinen Bericht quetschen soll, also versuche ich euch unsere Highlights näher zu bringen: Am ersten Abend haben wir den Sonnenuntergang am Strand erlebt, was uns vollkommen umgehauen hat. Das war viel zu schön um wahr zu sein. Wirklich toll! Am nächsten Tag haben wir uns die Kauri Falls angesehen. Das ist ein wunderschöner Wasserfall von dem wir beide total beeindruckt waren. Wir hätten am liebsten den ganzen Tag dort verbracht, aber mussten ja weiterfahren um die anderen tollen Sachen zu erkunden. Schon alleine die Fahrt ist aufregend, weil man ständig an Lookouts (Aussichtspunkte) vorbeikommt oder sich ein wundervoller Strand vor einem auftut. Ansonsten fährt man durch grüne Landschaft, wie man sie sich schöner nicht vorstellen kann. In den Reiseführern und TV-Sendungen sieht ja immer schon alles total toll aus, aber in Wirklichkeit ist es noch 1000mal schöner. Am letzten Tag haben wir uns dann den Doubtless Bay, den Ninety Mile Beach, das Cape Reinga und die riesigen Kauri Trees angeguckt. Das Cape Reinga ist der nördlichste Punkt Neuseelands und laut dem Maoriglauben verweilen dort die Seelen der Verstorbenen. Außerdem treffen dort die Tasmanische See und der Pazifik aufeinander. Dieser Ort hat etwas Magisches. Leider fahren ganze Busladungen mit Touristen dort hin, aber wir haben es gerade so abgepasst, dass die eine Fuhre gehen musste als wir kamen und die nächste etwas auf sich warten ließ. Das heißt wir waren ein paar Minuten ganz alleine am Cape, was einfach wunderbar war. Als wir da so saßen ist uns aufgefallen, dass wir in dem Moment die nördlichsten Personen in ganz Neuseeland waren. Unglaublich! Die Stille war einzigartig und die Atmosphäre atemberauben. Man guckt auf das Meer und sieht absolut nichts als Wasser, Himmel und Horizont. Alles was man sieht ist blau. Da bekommt man ein ganz anderes Verständnis über die Lage Neuseelands. Einfach toll! Beeindruckend war auch der Kauri Park. Kauri Trees sind die ältesten Bäume Neuseelands. Wir haben uns einen angeguckt, der 2000 Jahre alt ist und einen Durchmesser von 13,8 Metern hatte. Insgesamt war der Baum 51,5 Meter hoch und wird Tane Mahuta, lord of the forrest genannt. Es gibt noch einen anderen Baum, dessen Stamm einen Durchmesser von 17 Metern hat, den haben wir aber wegen der einsetzenden Dämmerung nicht mehr angucken können. Mir hat aber der Tane Mahuta schon vollkommen gereicht. Wir haben, glaube ich, eine halbe Stunde vor diesem Baum gestanden und nur gestaunt. Das ist so unglaublich, wie beeindruckend ein einziger Baum sein kann. Ich habe noch nie einen so großen, geschweige denn, einen so dicken Baum gesehen. Wenn man sich vorstellt was dieser Baum in 2000 Jahren alles mitgemacht hat, ist das verrückt. Ich war so beeindruckt, dass ich am liebsten die ganze Nacht damit verbracht hätten den Baum anzustarren, aber irgendwie war mir das ganz alleine im Wald dann doch zu gruselig. Außerdem mussten wir uns auch auf den Rückweg nach Hause machen, weil wir das Auto zurück bringen mussten. Ich merke gerade beim Schreiben, dass ich noch total überwältigt von den ganzen Eindrücken bin. Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mich auf meinen „Alltag“ freue. Nach diesen zwei erlebnisreichen Wochen, schadet ein bisschen Normalität ganz und gar nicht. Und ich meine, was ist in Neuseeland schon normal…?!?! Die nächste Zeit besteht für mich aus Warten auf Antwort von den Schulen und daraus meine Tänze für die Show im November zu lernen. Ich glaube das bekomme ich gerade so hin…das ist normal genug^^ Dabei sollten mir keine riesen Bäume oder Capes über den Weg laufen und mich aus den Latschen hauen. Obwohl, hier weiß man nie so genau. Man denkt immer „Das ist definitiv das Schönste, was ich jemals gesehen habe. Besser geht’s nicht!“ und dann geht man um die Ecke und alles wird nochmal getoppt! Das ist unglaublich und klingt vielleicht für euch wirklich etwas unglaubwürdig, aber ich schwöre euch, das ist so! Ich werde mich jetzt weiterhin von unseren tollen Trips erholen. Man man, manchmal braucht man Urlaub vom Urlaub :-) Ich melde mich, wenn‘s was Neues gibt… Bis dahin schicke ich euch ganz viele Küsse und Umarmungen!!! Ach ja: Hier war übrigens Daylight Saving. Das bedeutet, dass wir unsere Uhren verstellt haben. Wir haben also jetzt 11 Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland. Das werden dann 12, wenn ihr eure Uhren umstellt (wann ist das nochmal?)… Just for your information!
17.10.10 04:07
 


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